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Auf den Spuren unseres Denkens

So der Titel eines lesenswerten Interviews mit dem Neurobiologen und Nobelpreisträger Eric Kandel im Süddeutsche Zeitung Magazin. Der Artikel ist der Beginn einer neuen Serie über Gehirnforschung.

Ich möchte diesen Artikel auszugsweise darstellen und meine Gedanken dazu niederschreiben. Nachdem ich auf diesem Gebiet absoluter Laie bin sind darunter auch viele unbeantwortete Fragen. Falls dies jemand Sachkundiger liest, freue ich mich über erhellende Kommentare.

SZ-Magazin: Was passiert im Gehirn, wenn ich mir etwas merke?
Kandel: Die Verbindung zwischen den Synapsen wird stärker. Enzyme werden ausgeschüttet und docken an den bereits vorhandenen Nervenbahnen an.

Was ich nicht sofort wieder vergesse, ist also eine Enzym-Verbindung zwischen Synapsen. Nur – nach was entscheidet sich, ob ich mir etwas merke und diese chemische Verbindung aufgebaut wird, oder ob ich es sofort wieder vergesse? Und nach was entscheidet sich, wie lange diese Verbindung aufrecht erhalten wird? Manchmal vergesse ich etwas nach kurzer Zeit, d.h. nach einem halben oder ganzen Tag. Warum?

SZ-Magazin: Ein Weg, der durch Wiederholung langsam zur Straße und schließlich zur Autobahn wird?
Kandel: Ja, so in etwa kann man sich das vorstellen. Wenn aber etwas in das Langzeitgedächtnis übergeht, ist das komplizierter: Dabei kommen Gene ins Spiel und neue Synapsen entstehen. Notwendig dafür sind andere Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin.

Nach was entscheidet sich, ob etwas ins Langzeitgedächtnis übergeht oder nicht? Ob aus der Enzymverbindung zwischen Synapsen neue Synapsen entstehen?

Wenn ich mit The Work of Byron Katie an meinen Denkmustern arbeite, hat das oft mit lange zurückliegenden Dingen zu tun. Bearbeite ich ein Thema ausführlich genug, so löst sich das Denkmuster auf und es hat keine Macht mehr über mich. Es hat mich nicht mehr im Griff. Viele Dinge vergesse ich in der Folge ganz. Heißt das, dass durch The Work die chemischen Prozesse im Gehirn rückgängig macht werden? Werden dabei Synapsen zerstört?

SZ-Magazin: Während wir uns also jetzt unterhalten, verändern sich die Nervenzellen in unseren Köpfen?
Kandel: Ja. Bestimmte Nervenbahnen werden benutzt und wachsen so. Insofern können Worte die Strukturen in unserem Gehirn verändern. Das ist messbar.

Worte können Strukturen in unserem Gehirn verändern – faszinierend! Wenn ich mir überlege, wieviele gesprochene Worte ich den ganzen Tag über höre oder selbst von mir gebe, dann ist das ein kontinuierlicher Prozess. Die Strukturen in meinem Gehirn sind also starken Schwankungen unterworfen. Und das offenbar schon durch bloßes Radio hören, oder wenn ich ein Gespräch in der U-Bahn aufschnappe.

SZ-Magazin: Freud nannte unsere Triebe das »Es« und unsere Moral das »Über-Ich«. Diese Dinge könnte man im Gehirn finden?
Kandel: Warum denn nicht? Religiöse Juden essen zum Beispiel kein Schwein. Wenn sie ein Stück Schweinefleisch sehen, wird, um mit Freud zu sprechen, ihr Über-Ich aktiv und hält sie davon ab. Wenn ich eine schöne junge Studentin sehe, hält mich auch etwas davon ab, eine Affäre mit ihr zu beginnen.

Nach meiner persönlichen Erfahrung sind Triebe und Moral einfach nur bestimmte Gedanken, die ich so betitelt habe. Interessant, dass man sie im Gehirn lokalisieren kann! Leider heißt das nicht, dass man Einfluss auf sie hätte. Also mache ich weiter The Work of Byron Katie, wenn mich etwas belastet…

Autor:

Mein Motto ist "Mens sana in corpore sano". Mein Ziel ist, die natürliche Balance und damit die Gesundheit eines Menschen wieder herzustellen. Dazu arbeite ich auf allen drei Ebenen Körper, Geist und Seele mit energetischen Heilmethoden.

2 Kommentare

  1. ich korrigiere:
    nicht OB ich das kann…

    sondern WIE ;-)

    GLG

  2. JA, in letzter Zeit gibt es viele neue Studien zu diesem Thema.
    Wenn ich immer wieder denke: Ich kann das nicht! dann wird eine „Autobahn“ in meinem Hirn zementiert. Viele Synapsen werden genau so umgeschaltet, dass jede annähernd in diese Richtung gesetzte Emotion (vorher kommt der Gedanke) genau in diese Richtung abfeuert und losfährt. Ich denke ich kann das nicht, fühle mich schlaff, überfordert, viele Ereignisse, wo ich was nicht konnte, fallen mir ein…. Mehrspurige Autobahn, manchmal befahren wir eine in Los Angeles.

    Erst in den letzten Wochen habe ich immer gehört oder gelesen, dass die Autobahn nach nur 3 Monaten völlig verschwindet. Wie nach einem Erdbeben oder einem Tsunami. Sie ist weg, sobald ich 3 Monate kein Auto mehr über diese Strasse geschickt habe.

    The Work ist da natürlich die allerbeste (von allen Mthoden, die ICH kenne, zumindest, vielleicht gibt es sonst noch was?!), um das Auto schon beim starten zu „erkennen“ und es zu stoppen. Und dann kann ich es über eine andere Strasse schicken.
    Diese Strasse nenne ich: Ich kann das (und viele Bilder und Ereignisse fallen mir auch dazu ein, auch wenns am Anfang schleppend geht… )

    Und wenn ich 3 Monate lang ALLE Auto über diese neue Strasse schicke, wird auch sie eine Autobahn, genauso breit und befahren wie die ehemalige. Und dann ist es irgendwann einfach, „positiv“ zu denken, d.h. ZUERST mal zu denken: Mal, kucken, ob ich das kann. Oder: will ich es überhaupt?!
    Mal sehen, was ich dazu noch für Infos brauche….

    usw… alles gute Sätze (Autos), die meine neue Strasse asphaltieren und breitermachen.

    Und- auch ne neuere Erkenntnis von Neuropsychologen – die ALTEN Synapsen werden GEKAPPT, das heisst, die alte Autobahn gibts irgendwann wirklich nicht mehr.

    Meine Freundin (Ärztin und Therapeutin) sagt immer: Ja, ja, Gedanken … alles nur Eiweisse ;-)

    Und so ist es. Alle Ängste, Stress, Leid, Schmerz… sind neurophysiologische, chemische Prozesse. Mehr nicht.
    Den Rest DENKEN wir uns dazu… der Rest ergibt unsere Story, durch die wir leiden oder glücklich sind.

    Danke, The Work, denn du hast mir dazu verholfen, diese interessanten Theorien und Erkenntnisse in der Praxis umzusetzen. Jeden Tag, damit meine „Stress-Autobahnen“ immer dünner und kleiner und kürzer werden und neue SUPERstrassen gebaut werden in ein Leben ohne Leid, ein Leben im Glück, im Flow und in der Liebe.

    Herzlichst,
    Eva

Kommentare sind geschlossen.