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Die Realität ist immer freundlicher als die Geschichte, die wir uns über sie erzählen

Dieses Zitat von Byron Katie sehe ich zwischen den Zeilen einer Geschichte von Jens-Uwe Martin „Gedankliche Vorbereitung kann helfen – Ein psychologisches Experiment“ aus seinem Buch Schatzkiste für graue Tage.

Er schreibt darüber, dass man Frauen vor ihrem Einkauf zur Hochbetriebszeit in einem Supermarkt angesprochen hatte. Eine Hälfte hatte man nur nach ihrem Einkaufszettel befragt, die andere Hälfte danach, was sie im Supermarkt wohl erwarten würde.

Nach getanem Einkauf befragte man sie erneut. Die Frauen, die man zuvor nur auf ihren Einkaufszettel angesprochen hatte beklagten sich darüber, dass sehr viel los war und der Einkauf ein unangenehmes Erlebnis gewesen sei. Diejenigen, die man zuvor dazu angeregt hatte sich ein Bild über den Betrieb im Supermarkt zu machen, sagten, es sei gar nicht so schlimm gewesen wie sie erwartet hätten.

Alle hatten die gleiche Situation erlebt. Woher kommt also diese unterschiedliche Sichtweise? Folgende Vermutung liegt nahe:

Die Frauen, die sich vor dem Betreten des Supermarktes vergegenwärtigt hatten, was sie dort ihrer Meinung nach erwartet, dachten es würde sehr voll und damit sehr unangenehm werden. Der menschliche Verstand tendiert in solchen Situationen dazu, eine der unangenehmsten Situationen aus der Vergangenheit hervorzuholen und anzunehmen, dass es wieder so werden wird. Im Supermarkt waren sie schließlich in der Realität angekommen und verglichen das, was sie vorfanden, mit ihrer zuvor angenommenen unangenehmen Situation. Dabei schnitt die Realität besser ab, sie war freundlicher als ihre Geschichte darüber.

Die Frauen, die sich keine Gedanken darüber gemacht hatten, was sie wohl erwarten würde, hatten keine auf die kommende Situation gemünzte Erwartung. Sie verglichen die reale Situation im Supermarkt mit ihrer Wunschvorstellung, wie ein idealer Einkauf aussehen sollte. Und dabei schnitt dann das tatsächlich erlebte schlechter ab.

Dennoch bin ich nicht der Meinung, dass das beweist, dass gedankliche Vorbereitung in jedem Fall hilft und für unseren Alltag als eine Art Patentrezept fungieren kann.

In dem Moment, wo ich mir eine kommende Situation als äußerst unangenehm ausmale und das auf mich zukommen sehe, bin ich belastet und fühle mich angespannt und unwohl. Wenn die Situation noch einige Zeit in der Zukunft liegt, kann das dazu führen, dass ich mir über längere Zeit hinweg meine „Horrorgeschichte“ vor Augen führe und mir damit selbst Angst mache.

Dann begehe ich das Ereignis selbst unentspannt und erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich dabei nicht wohl fühle. Und sehr wahrscheinlich dauert das Ereignis selbst nicht so lang wie all die ganze Zeit zusammengenommen, die ich zuvor angesichts meiner unangenehmen Erwartung in Anspannung verbracht habe.

Autor:

Mein Motto ist "Mens sana in corpore sano". Mein Ziel ist, die natürliche Balance und damit die Gesundheit eines Menschen wieder herzustellen. Dazu arbeite ich auf allen drei Ebenen Körper, Geist und Seele mit energetischen Heilmethoden.