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Druck um etwas zu erledigen bringt nicht das optimale Ergebnis

Das ist jedenfalls meine Erfahrung aus der Zeit, bevor ich dieses Thema mittels The Work of Byron Katie beleuchtet habe. Und manchmal erlebe ich es immer noch so. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich wie mir?

Erledige ich etwas unter Druck, so habe ich dabei nicht nur Gedanken rund um die zu erledigende Aufgabe. Obendrein sind kontinuierlich Gedanken präsent was passieren wird, wenn ich nicht rechtzeitig fertig werde. Oftmals sind diese Dinge sehr konkret: wenn ich sie mir selbst sage (z.B. „Wenn ich diesen Blog-Artikel heute nicht schreibe bedeutet das, dass ich ein Versager bin und nichts auf die Reihe bekomme“) oder wenn mein Gegenüber sie ausspricht (z.B. „Wenn Sie diese Aufgabe nicht bis morgen mittag erledigen, dann muss ich das bei ihrem Chef eskalieren“).

In anderen Fällen werden Konsequenzen nicht angedroht, vielmehr nehme ich sie einfach an, d.h. sie beruhen einzig auf meiner Spekulation. Es könnte beispielsweise sein, dass ich einem Kunden die Fertigstellung eines Auftrags bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zugesagt habe, aber Schwierigkeiten habe, den Termin zu halten. In meiner Fantasie male ich mir die wüstesten Dinge aus, z.B. „Der Kunde denkt jetzt sicher schlecht von mir, hält mich für unzuverlässig, nicht vertrauenswürdig und denkt ich nehme seinen Auftrag nicht ernst. Von ihm bekomme ich sicher nie wieder einen Auftrag. Er wird mich bei anderen schlecht machen und ich bekomme überhaupt keine Aufträge mehr.“.

Das heißt, wenn ich unter Druck handle, selbst- oder fremdausgelöst, so ist dies angstbasiert. Ich habe Angst vor den Konsequenzen, egal ob sie tatsächlich ausgesprochen oder nur von mir angenommen wurden. Je größer meine Angst, desto weniger bin ich in der Lage effizient zu handeln. Geht es um andere, kommen zur Angst noch ärgerliche, genervte und frustrierte Gedanken über die Druck ausübende Person hinzu.

Den Raum, den alle diese Gedanken in meinem Denken einnehmen, kann ich nicht für die zu erledigende Aufgabe verwenden. Zu allem Überfluss haben diese Art von Gedanken die unangenehme Eigenschaft nicht nur einmal aufzutauchen, sondern sich kontinuierlich zu wiederholen. Meine Effizienz ist also stark eingeschränkt und das Ergebnis ist nicht optimal. Je nach Aufgabe kann das gravierende Auswirkungen haben, z.B. wenn ich etwas tue für das ich mich sehr konzentrieren muss. Wenn ich nur Geschirr spüle, schaffe ich das angstbasiert vermutlich genauso gut.

Egal um was es gerade geht und ob ich mir den Druck selbst mache oder ob mir jemand anders „im Nacken sitzt“: der Preis ist stets hoch. Meine inneren Dialoge über Konsequenzen sind nicht freundlich zu mir (vgl. oben „… dass ich ein Versager bin…“) und tragen zu einem negativen Selbstbild bei. Je öfter desto mehr. Und das gilt auch dann, wenn ich nur Geschirr spüle.

Wenn andere mit im Spiel sind, bin ich ihnen gegenüber nicht mehr offen und sehe ihre Belange nicht. Oft bin ich dann verärgert, wütend, genervt und mehr. Entsprechend sind meine Gedanken über die betreffende Person und in der Folge mein Verhalten ihr gegenüber. Ich bin dann nicht in der Lage, offen, ruhig und ohne eingefrorenen Gesichtsausdruck und angespannter Tonlage mit meinem Gegenüber zu kommunizieren. Das steigert nicht gerade die Wahrscheinlichkeit, dass mein Gegenüber für mich offen ist. Es belastet stattdessen unsere Beziehung.

Was können Sie nun tun, falls Sie sich in all dem wiederfinden?

Sie können Ihre negativen Gedanken mit The Work of Byron Katie überprüfen, angefangen bei den von Ihnen befürchteten Konsequenzen bis hin zu Ihren Urteilen über Ihr Gegenüber und auch sich selbst. Und so dafür sorgen, dass Sie das nächste Mal gelassener reagieren, wenn Sie unter Druck geraten, oder den Druck erst gar nicht mehr so stark empfinden. Vielleicht denken Sie auch daran, wenn Sie das nächste Mal dabei sind, auf jemand anderen Druck auszuüben.

Alles das ist meine persönliche Erfahrung. Ich fühle mich viel seltener unter Druck und bin viel ruhiger und gelassener geworden! Das hat auch auf meine Ergebnisse eine positive Wirkung: sie sind besser geworden.

Autor:

Mein Motto ist "Mens sana in corpore sano". Mein Ziel ist, die natürliche Balance und damit die Gesundheit eines Menschen wieder herzustellen. Dazu arbeite ich auf allen drei Ebenen Körper, Geist und Seele mit energetischen Heilmethoden.