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Ich hätte gerne mehr Geld… oder doch nicht?

Die junge Frau, die mir gegenüber sitzt, möchte am Thema Geld arbeiten. Sie sagt, es reiche ihr immer gerade so jeden Monat und sie habe es satt, es sich immer so einteilen zu müssen. Sie wolle nicht jeden Euro zweimal umdrehen. Mit anderen Worten: sie hätte gern mehr Geld.

Wir überprüfen diesen Satz mit The Work of Byron Katie. Sie beantwortet die vier Fragen und kommt schließlich zur Umkehrung „Ich hätte nicht gerne mehr Geld.“ Zunächst ist das völlig abwegig für sie. Sonst hätte sie ja nicht zu mir kommen müssen, sagt sie.

Auf den zweiten Blick sieht die Sache jedoch anders aus. Ein verborgenes Denkmuster kommt zum Vorschein:

  • „Um mehr Geld zu verdienen, muss ich einen besser bezahlten Job annehmen.“
  • „Mit einem besser bezahlten Job wäre ich erfolgreicher.“
  • „Wenn ich erfolgreich bin, hebe ich mich zu sehr von meinen Freunden ab.“
  • „Wenn ich mich zu sehr von meinen Freunden abhebe, dann mögen sie mich nicht mehr.“
  • „Dann wenden sie sich von mir ab und ich bin einsam und alleine.“

100 Euro Scheine

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Im Ergebnis ist sie innerlich nicht dazu bereit die Schritte zu unternehmen, die nötig sind, um mehr Geld zu verdienen. Sie hat Angst, dass sie dann ihre Freunde verliert und einsam und alleine da steht. So betrachtet ist die Umkehrung wahr, dass sie nicht gerne mehr Geld hätte. Nicht um den Preis, den sie fürchtet dafür zahlen zu müssen.

Geld ist in ihrem Fall also ein Beziehungsthema, und wir untersuchen die gerade eben entdeckten Überzeugungen. Satz für Satz beantwortet sie die vier Fragen und kehrt die Gedanken um.

Langsam fängt sie an zu erkennen, dass sie sich trotz Erfolg und Geld nicht mehr oder weniger von ihren Freunden abhebt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sie der gleiche Mensch bleiben, der sie heute auch ist.

Es würde ihre Beziehungen eher sogar verbessern: sie vermutet, in Gegenwart ihrer Freunde entspannter und authentischer sein zu können, wenn sie sich am Monatsende nicht mehr so viele Geldsorgen machen müsse. Heute jammere sie ihnen regelmäßig die Ohren voll sobald sie knapp bei Kasse sei. Das würde dann wegfallen.

Am Ende der Sitzung wirkt sie entspannt und zuversichtlich. Von ihren Ängsten, Erfolg und Geld könnten ihre Beziehungen verschlechtern, ist nichts mehr zu spüren. Sie lächelt und sagt, sie habe schon ein paar Ideen, wie sie einen Jobwechsel angehen wolle.

Oft sind die Dinge nicht so, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Nach meiner persönlichen Erfahrung können verborgene Überzeugungen echte Begrenzungen sein. An der Oberfläche ist das jedoch meist nicht erkennbar. Die Welt erscheint dann oft unverständlich, nicht nachvollziehbar und feindselig. Das einzige Gegenmittel ist dann für mich, diese unbewussten „Saboteure“ zu entdecken und mit The Work of Byron Katie zu hinterfragen.

Ich habe es noch nie erlebt, dass die Welt auf der anderen Seite von The Work nicht wesentlich offener und freundlicher aussieht!

Autor:

Mein Motto ist "Mens sana in corpore sano". Mein Ziel ist, die natürliche Balance und damit die Gesundheit eines Menschen wieder herzustellen. Dazu arbeite ich auf allen drei Ebenen Körper, Geist und Seele mit energetischen Heilmethoden.

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