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Streit – das Bedürfnis dahinter entdecken

Streit ist gut, er reinigt. Er klärt die Energien zwischen Menschen, wenn er konstruktiv durchgeführt wird. Wenn zwei Menschen streiten, tun sie nichts anderes als ihre unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse auf vehemente Art zu äußern. Dahinter steckt ein Bedürfnis inhaltlicher Art, sowie das Bedürfnis gehört, gesehen und wertgeschätzt zu werden.

Beide Seiten haben Angst etwas zu verlieren oder etwas nicht zu bekommen. Das Maß dieser Angst drückt sich in der Intensität und der Emotionalität des Streits aus.

Streit kann viel verträglicher ablaufen, wenn ich dem anderen wirklich zuhöre, wirklich versuche ihn zu verstehen, ihn wahrnehme. Dazu muss ich nicht unbedingt auf seine Position einschwenken. Wenn ich meinem Gegenüber Aufrichtigkeit entgegenbringe, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er sich angenommen fühlt. Auch wenn wir inhaltlich weiterhin verschiedener Meinung sind.

Wenn das Bedürfnis des anderen nicht von alleine klar wird, kann ich ihn danach fragen. Um was geht es ihm wirklich? Dann kann ich für mich feststellen: spricht etwas dagegen, auf seinen Wunsch einzugehen? Missachte ich dabei meine Wünsche und Bedürfnisse? Nein? Dann kann ich es aus meinem Herzen heraus tun und wir gewinnen beide. Würde ich dabei jedoch gegen meine Integrität handeln, so tue ich mir selbst keinen Gefallen. Dann lasse ich es besser.

Ich habe immer die freie Entscheidung, das Bedürfnis des anderen zu erfüllen oder nicht.

In beiden Fällen können die Dinge ruhiger besprochen werden, wenn die wahren Bedürfnisse aufgedeckt und gewürdigt werden. Das ist schon die halbe Miete. Fühle ich mich gesehen und verstanden, ist alles nur noch halb so wild.

Ein Beispiel: er will einen Abend mit seinen Freunden verbringen, sie hätte ihn gerne zu Hause. Es gibt Streit. Die Bedürfnisse dahinter: er möchte seine Unabhängigkeit bewahren und einen gewissen Freiraum ausleben. Sie hat Angst, er könnte angetrunken mit dem Auto heimfahren oder in das Auto eines angetrunkenen Kumpels einsteigen und es könnte ihm was passieren. Sie hat Verlustangst.

Wird das aufgedeckt, so hat sie vermutlich mehr Verständnis für seinen Wunsch auszugehen. Er kann ihre Ängste reduzieren, indem er sich ein Taxi nimmt. Er kann an ihrem Bedürfnis ablesen, wie wichtig er für sie ist. Sie kann den freien Abend genießen, den sie sehr gerne hat, wenn sie sich keine Sorgen machen muss. So haben beide etwas davon und der Streit ist vom Tisch.

Bleiben die wahren Bedürfnisse dahinter jedoch unentdeckt, so stehen zwei Positionen unvereinbar gegenüber und es entsteht auf beiden Seiten Frust und Schmerz. Dann ist es ein simples „ich will, dass du da bleibst“ gegen ein „ich will aber weggehen“. Die Differenz erscheint unüberbrückbar. Beide fühlen sich vom anderen abgelehnt, missachtet und in ihren Wünschen nicht respektiert.

Das muss nicht sein!

Autor:

Mein Motto ist "Mens sana in corpore sano". Mein Ziel ist, die natürliche Balance und damit die Gesundheit eines Menschen wieder herzustellen. Dazu arbeite ich auf allen drei Ebenen Körper, Geist und Seele mit energetischen Heilmethoden.

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