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Tagträume machen unglücklich

So der Titel eines Artikels auf Spiegel-Online. Diesen möchte ich zum Anlass nehmen, meine persönlichen Erfahrungen dazu niederzuschreiben, denn bei genauerem Hinsehen entpuppen sich meine positiven Gedanken tatsächlich als unangenehm.

Zum Beispiel dann, wenn ich in der Erinnerung an einen schönen Urlaub schwelge. Oberflächlich betrachtet sind die damit verbundenen Gedanken positiv. Unterschwellig schwingt jedoch eine gewisse Trauer mit, dass der schöne Urlaub vorbei ist. Verbunden damit ist der Wunsch, die Zeit zurückdrehen zu können um exakt diese wunderbare Zeit noch einmal zu verbringen oder – noch besser – einen zukünftigen, noch viel schöneren Urlaub zu erleben.

Körperlich spüre ich eine subtile Spannung. Kein Wunder, impliziert das Tagträumen über einen vergangenen Urlaub doch, dass der Urlaub besser war als dieser jetzige Moment, sonst müsste ich jetzt ja nicht über den „besseren“ Urlaub nachdenken.

Ich vergleiche also den jetzigen Moment mit einer tollen Situation eines vergangenen Urlaubs. Dabei schneidet der aktuelle Moment regelmäßig schlecht ab und meine (unbewusste!) Schlussfolgerung lautet: „Es geht mir gerade nicht gut, jedenfalls nicht so gut wie es sein könnte wenn ich jetzt gerade noch einmal in diesem Urlaub wäre“. Das heißt: Gedanken wie diese machen mich unglücklich.

Hinzu kommt, dass ich während ich in vermeintlich positiven Gedanken schwelge, die tatsächlichen Geschehnisse des aktuellen Moments um mich herum nicht mehr wirklich wahrnehme. Ich befinde mich dann fast in einer Art Trance, etwa so, wie wenn ich an der Ampel stehend gedankenverloren auf die Rücklichter des Vordermannes starre.

Solche länger andauernde Phasen des Tagträumens werden immer wieder kurz durch die Geschehnisse um mich herum unterbrochen. Durch die wiederkehrenden Unterbrechungen habe ich den Eindruck, konstant in der Realität präsent zu sein. Tatsächlich erlebe ich jedoch jede Menge kurze Momente, in denen ich quasi weggetreten bin. In der Summe überwiegen die Momente der Trance vermutlich sogar diejenigen der Präsenz.

In jedem solchen Augenblick ersetze ich den aktuellen Moment vollständig mit meiner Imagination, meiner rosaroten Erinnerung, mit meinen Gedanken. Ich stemple den aktuellen Moment pauschal als schlecht und weniger lebenswert ab und bin überhaupt nicht offen für dessen angenehmen Seiten und die guten Dinge, die er mit sich bringt. All das verpasse ich schlichtweg, und zwar komplett.

Stattdessen sehne ich mich nach einem längst vergangenen Urlaub, d.h. ich wünsche mir etwas, das jetzt gerade nicht existiert. Etwas, das ich genau jetzt in diesem Augenblick nicht mal für eine Million Euro haben könnte. Darunter verbirgt sich die Überzeugung „Dieser Moment ist nicht ok. Er wäre ok, wenn ich jetzt gerade den Urlaub erleben könnte. Das geht aber nicht. Ich kann nur glücklich sein, wenn dieser Moment ok ist. Dieser Moment ist aber nicht ok, also kann ich nicht glücklich sein.“. Das tut weh!

Mit The Work of Byron Katie kann ich alles überprüfen, was mich davon abhält, im aktuellen Moment präsent und damit glücklich zu sein. Dabei habe ich auch die Chance, die wunderbaren Geschenke zu entdecken, die der aktuelle Moment mit sich bringt. Und die daraus entstehende Dankbarkeit ist ein wunderbares Gegenmittel gegen die Illusion, das Tagträumen über eine vergangene Situation würde mich glücklicher machen als dieser Moment.

Autor:

Mein Motto ist "Mens sana in corpore sano". Mein Ziel ist, die natürliche Balance und damit die Gesundheit eines Menschen wieder herzustellen. Dazu arbeite ich auf allen drei Ebenen Körper, Geist und Seele mit energetischen Heilmethoden.

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