Suche
  • Heilpraktikerin
  • Terminvereinbarung 089 74 79 39 48
Suche Menü

Unser Leben ist das, wozu es unser Denken macht

So ein Zitat des römischen Kaisers Marcus Aurelius. Man könnte auch sagen „wie Gedanken Probleme erschaffen“. Jetzt fragen Sie sich vielleicht „wieso“?

Nach meiner persönlichen Erfahrung habe ich niemals nur eine Wahrnehmung, die für sich selbst steht. Unmittelbar nachdem ein Sinneseindruck angekommen ist, liefert mein Denken eine Bewertung, was das bedeutet. Dies geschieht automatisch und unbewusst. Nicht die Wahrnehmung ist das Problem, sondern meine Bewertung.

Ein Beispiel: eine Freundin sagt kurzfristig eine Verabredung ab, von der sie wusste, dass ich mich wirklich darauf gefreut hatte.

Ich höre also ihre Worte „ich kann mich leider nicht mit dir treffen, mir ist was dazwischen gekommen“. Das ist meine Wahrnehmung. Unmittelbar darauf entstehen Rückschlüsse, z.B.

  • „Ich bin ihr nicht wichtig.“
  • „Sie mag mich nicht wirklich.“
  • „Sie respektiert mich nicht.“
  • etc.

Diese Interpretationen sind es, was mir weh tut, nicht der pure Fakt dass unser Treffen nicht stattfindet!

Würde so eine Situation mit solchen Rückschlüssen nur ein einziges Mal vorkommen, könnte ich das vermutlich recht gut wegstecken und zur Tagesordnung übergehen. So einfach ist es jedoch nicht.

Jedes Mal, wenn ich mit meiner Freundin zu tun habe, bewerte ich ihr Verhalten. Vielleicht nimmt sie ein andermal eine Einladung von mir gar nicht erst an. Vielleicht sieht sie einen Sachverhalt anders als ich, wo ich mir ihre Solidarität gewünscht hätte. Oder sie kritisiert mich für etwas. In jedem einzelnen Fall bewerte ich die Situation unbewusst.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ich immer wieder zu ähnlichen Rückschlüssen komme wie oben. So verfestigt sich mit der Zeit eine Überzeugung wie „Sie mag mich nicht“.

Je mehr ich davon überzeugt bin, desto selektiver wird in der meine Wahrnehmung. Ich achte besonders auf die Dinge im Verhalten meiner Freundin, die für mich wieder den Rückschluss nahe legen, dass sie mich nicht mag. Dadurch verfestigt sich meine Überzeugung weiter.

So werden Annahmen zu Tatsachen und damit zu Beweisen!

Es geht noch weiter: sobald ich davon überzeugt bin, dass meine Freundin mich nicht mag, werde ich ihr gegenüber unsicher. Auch bin ich ihr gegenüber nicht mehr offen. Ich mache quasi innerlich „den Rollladen zu“ und distanziere mich zu einem gewissen Grad von ihr.

Sehr wahrscheinlich wird sie meine Zurückhaltung spüren und ihrerseits bewerten. Vielleicht kommt sie ebenfalls zu dem Rückschluss, dass ich sie nicht mag! Nun gibt es zwei Personen, die denken, dass der jeweils andere sie nicht mag.

Und es geht noch weiter: ziehe ich ähnliche Rückschlüsse auch mit anderen Menschen, fange ich irgendwann an zu denken, es müsse an mir liegen. Dann komme ich zu weiteren Interpretationen wie

  • „Keiner mag mich.“
  • „Mit mir stimmt etwas nicht.“
  • „Ich bin nicht ok.“
  • „Ich habe es mit anderen schwer.“
  • „Gute Freunde sind schwer zu finden.“

Auch diese Rückschlüsse wirken wie Fakten. Ich habe ja jede Menge Beweise dafür, nämlich die vielen Situationen mit anderen, die ich in meinem Leben erlebt habe. Denke ich. Dass ich dabei nicht zwischen Wahrnehmung und meiner Interpretation unterscheiden kann, habe ich allerdings nicht auf dem Radar.

Stimmen meine Rückschlüsse denn wirklich? Ist es wirklich so, dass ich meiner Freundin nicht wichtig bin, sie mich nicht mag, etc.? Genau das kann ich mit The Work of Byron Katie überprüfen, und dabei mein Missverständnis der Situation erkennen.

Das heißt, mittels The Work gewinne ich einen klareren Blick auf die Realität. Durch die Überprüfung meiner Rückschlüsse mit The Work kann ich entdecken, dass das alles so nicht stimmt. Dass es nicht bedeutet, dass meine Freundin mich nicht mag, wenn sie sich heute nicht mit mir trifft.

Damit wird ein Unsicherheitsfaktor beseitigt. Ich bleibe ihr gegenüber locker und offen. Meine Gelassenheit steigt auch anderen Menschen gegenüber. Und das nächste Mal, wenn sie oder jemand anders eine Verabredung absagt, kann ich ganz entspannt zuhören und mich zudem auf einen freien Abend nur für mich freuen.

Autor:

Mein Motto ist "Mens sana in corpore sano". Mein Ziel ist, die natürliche Balance und damit die Gesundheit eines Menschen wieder herzustellen. Dazu arbeite ich auf allen drei Ebenen Körper, Geist und Seele mit energetischen Heilmethoden.