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Viele Gedanken schränken die Wahrnehmungsfähigkeit ein

Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung. Im Coaching Berlin Blog gibt es zu diesem Thema einen interessanten Artikel: Können wir Schönheit erkennen, wenn wir nicht damit rechnen?

In einem Experiment hat ein bekannter Musiker in einem U-Bahnhof Stücke auf seiner Geige gespielt, die er drei Tage zuvor in großer, ausverkaufter Halle einem zahlenden Publikum dargeboten hatte. Im U-Bahnhof liefen die meisten Menschen achtlos an ihm vorbei.

Einer dieser achtlosen Passanten hätte leicht ich sein können. Nur selten schenke ich Straßenmusikanten hier in meiner Heimatstadt München meine volle Aufmerksamkeit. Offenbar bin ich damit keine Ausnahme, wenn man das Experiment aus dem U-Bahnhof bedenkt.

Warum ist das so? Nun, ich kann nur für mich sprechen.

Das Experiment fand früh morgens statt. Das ist die Zeit, wo mein Geist am aktivsten ist und jede Menge Gedanken über den vor mir liegenden Tag produziert: was ich alles erledigen muss und in welcher Reihenfolge. Was ich keinesfalls vergessen darf. Wie ich bestimmte Aufgaben erledigen werde und was für Folgen das hat. Mache ich es lieber so oder so? Oder doch ganz anders? Hmmmm…

Meist bin ich mit meinen Überlegungen nicht zufrieden, und denke wieder und wieder über das gleiche anstehende Thema nach. Mein Geist ist stark beschäftigt.

Gleichzeitig laufe ich mechanisch zur U-Bahn, durch den U-Bahnhof, fahre mit dem Zug, steige wieder aus und gehe zu Fuß weiter. Mechanisch deshalb, weil meine Gedanken mich so beanspruchen, dass ich mich fast in einer Art Trance befinde. Zwischendrin gibt es immer wieder kurze Pausen, in denen ich wahrnehme, wo ich gerade bin, mich orientiere und weiterlaufe. Dann geht die mentale Planung des Tages weiter.

Für die Darbietung eines Straßenmusikanten ist dabei kein Raum, egal wie schön seine Musik ist. Die Musik dringt gar nicht erst so weit zu mir vor, dass ich sie bewusst wahrnehme. Ich bin so tief in meine Überlegungen eingetaucht, dass die Dinge, die in meiner direkten Umgebung stattfinden, nicht wirklich bei mir ankommen. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass ich einfach vorbei laufe.

Etwas anders gestaltet sich die Situation, wenn ich in meiner Freizeit z.B. an einem Sonntag Nachmittag einen Spaziergang mache und bei dieser Gelegenheit an Straßenmusikanten vorbei komme. Dabei bin ich meist entspannter und meine gedankliche Aktivität ist geringer.

In solchen Momenten bin ich wesentlich offener für meine Umgebung. Ich denke weniger darüber nach, wie ich was organisiere und was für Konsequenzen das haben könnte. Ich bin bewusster und freue mich über den schönen Tag, die frische Luft und die Musiker.

Beide Szenarien habe ich schon oft wie beschrieben erlebt. Je beständiger der Strom an Gedanken, der durch meinen Kopf geht, desto eingeschränkter meine Wahrnehmungsfähigkeit. Desto mehr bin ich von meiner Umwelt abgeschnitten. Wer weiß, was ich dabei schon alles verpasst habe!

Ob meine Gedanken zur Planung eines Tagesablaufes oder anderer Dinge wirklich dienlich waren, zweifle ich zu einem gewissen Grad an. Schon oft habe ich meine langwierig ausgetüftelten Pläne spontan und aus unerfindlichen Gründen über den Haufen geworfen und die Dinge ganz anders gemacht, als ich angedacht hatte.

Das heißt ich zahle einen hohen Preis: ich nehme etwas wirklich Schönes nicht wahr, während ich Pläne erstelle, die ich letztlich nicht umsetze. Wer weiß, wie oft das tatsächlich vorkommt…

Autor:

Mein Motto ist "Mens sana in corpore sano". Mein Ziel ist, die natürliche Balance und damit die Gesundheit eines Menschen wieder herzustellen. Dazu arbeite ich auf allen drei Ebenen Körper, Geist und Seele mit energetischen Heilmethoden.

3 Kommentare

  1. Zusatz.
    Danke, Christina, dass mir das durch deinen Artikel bewusst wurde.:)

    Liebe Grüße

    Klaus

  2. Wenn ich zu meinen Kunden gehe und auf dem Auftragsblatt steht eine bestimmte Aufgabe die zu erledigen ist, habe ich früher schon in Gedanken alle Möglichen Szenarien durchgespielt, um dann festzustellen, das mich etws ganz anderes erwartet. Heute mache ich das nicht mehr. Ich gehe völlig offen zum Kunden und schaue was mich erwartet. Dann ist es immer noch früh genug mich damit zu befasse. Dadurch ist mein Kopf frei von unnötigen Gedanken und ich habe Zeit meine Umwelt wahrzunehmen.

    • Gerne!

      Klingt sehr entspannt! Ich könnte mir vorstellen, dass du dann nicht nur Zeit hast, deine Umwelt wahrzunehmen, sondern auch in der Lage bist, viel effektiver bzw. gezielter zu handeln. Schließlich „stören“ ja viel weniger ablenkende Gedanken. Oder?

      Liebe Grüße
      Christina

Kommentare sind geschlossen.