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Was ist das Problem dabei, angestarrt zu werden?

Neulich stand ich auf meinem Balkon und sah gedankenverloren auf die Straße hinaus. Bis eine ältere Dame mit einem Kind an der Hand vorbei ging. Das Kind blickte längere Zeit in meine Richtung, und drehte sogar den Kopf, um mich so lange sehen zu können, bis die beiden außer Sichtweite waren.

Früher hätte mich das verunsichert. Ich hätte mich angestarrt und abgewertet gefühlt. Ich hätte mich gefragt, wieso das Kind das macht und angenommen, dass mit mir etwas nicht stimmt. Dass ich irgendwie komisch aussehe, oder schlimmer noch: dass irgendetwas los ist, das mir nicht bewusst ist. Und das zur Ablehnung führt. Nicht auszudenken!

Dieses Mal war es anders. Ich nahm die Realität in diesem Moment wahr: ein Kind blickt während der ganzen Zeit, die es dauert, an meinem Balkon vorbei zu gehen, in meine Richtung. Das ist alles. Der Rest ist meine Interpretation.

Mir fällt auf, dass ich noch nicht mal weiß, ob es mich ansieht oder etwas anderes in meiner Nähe. Beispielsweise den Strauch direkt vor meinem Balkon. Oder den ausgestopften Adler, den mein Nachbar auf seinem Balkon direkt an der Mauer zu meinem platziert hat. Früher hätte ich dem Kind sofort unterstellt, dass es mich ansieht. Tatsächlich weiß ich das jedoch nicht.

Ich hätte gedacht, dass es mich anstarrt, und unhöflich ist. Dabei hätte ich gar nicht gemerkt, dass ich diejenige bin, die der Szene diese Namen gibt. Aus meiner Version der Geschehnisse wären dann weitere Dinge gefolgt: es muss was mit mir zu tun haben. Irgendwas an mir ist komisch. Und so weiter.

Die Realität ist und bleibt jedoch: ein Kind läuft vorbei und sieht in meine Richtung. Punkt.

Wer macht mir hier also das Leben schwer, und verunsichert mich? Ich selbst! Durch die Namen, die ich der Situation gebe und die Rückschlüsse und Interpretationen, die ich daraus ziehe. Das Kind hat damit nichts zu tun.

So entstehen Unsicherheiten, Geschichten und Missverständnisse.

Autor:

Mein Motto ist "Mens sana in corpore sano". Mein Ziel ist, die natürliche Balance und damit die Gesundheit eines Menschen wieder herzustellen. Dazu arbeite ich auf allen drei Ebenen Körper, Geist und Seele mit energetischen Heilmethoden.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Das kann ich gut nachvollziehen, ich habe ähnliche Situationen auch durchlebt und fühlte mich dabei sehr verunsichert. Heute mit einer Überprüfung bleibt es was es in der Realität ist.

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