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Wenn der Haussegen nach Weihnachten schief hängt

Hatten Sie fröhliche und harmonische Weihnachten im Kreise Ihrer Familie? Oder hängt der Haussegen schief?

Viele von uns haben feste Vorstellungen, wie das Weihnachtsfest ablaufen soll. Wer wann für wie lange kommen soll und mit welchen Geschenken. Wie ein von Herzen kommendes „danke“ auszusehen hat.

Je konkreter meine Erwartungshaltungen sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht erfüllt werden und ich in der Folge enttäuscht bin.

Nehmen wir an, das Enkelkind freut sich nicht über das Geschenk oder sagt nicht „danke“. Tante Erna nörgelt über das Essen. Die halbwüchsigen Kinder treffen sich nach dem Essen und der Bescherung lieber mit ihren Freunden, statt gemeinsam mit der Familie den restlichen Abend zu verbringen.

Warum ist das so schwierig?

Es ist dann schmerzhaft, wenn wir aus dem Verhalten unserer Lieben bestimmte Rückschlüsse ziehen. Wenn wir denken, dass es nichts gutes für uns bedeutet. Das könnte sich beispielsweise so anhören:

  • „Mein Enkel ist ungezogen und undankbar.“
  • „Ich kann es Tante Erna nicht recht machen. Sie hat an allem etwas auszusetzen. Sie trampelt auf mir herum und macht die Stimmung kaputt.“
  • „Meine Kinder interessieren sich nicht für die Familie. Sie sind lieber mit ihren Freunden zusammen als mit mir.“

Und weiter:

  • „Er/sie respektiert mich nicht.“
  • „Er/sie sieht mich nicht.“
  • „Ich bin ihm/ihr egal.“
  • „Er/sie liebt mich nicht.“

Das ist es, was weh tut. Nicht das tatsächliche Verhalten des anderen, sondern die Bedeutung, die ich dem beimesse. Es ist wie bei einer Reihe von Domino-Steinen. Ein Gedanke, nämlich meine nicht erfüllte Erwartungshaltung, löst eine ganze Reihe von unangenehmen Folge-Gedanken aus. Das sind meine Rückschlüsse und Interpretationen. Das ganze läuft meist unbewusst ab. Ehe ich mich versehe bin ich mittendrin in Wut, Enttäuschung und Traurigkeit.

Was tun?

Mittels The Work of Byron Katie kann ich nun überprüfen, ob meine Beurteilungen und meine Rückschlüsse wirklich wahr sind. Zu jedem einzelnen Gedanken kann ich mir die vier Fragen von The Work stellen und den Gedanken anschließend umkehren. Dabei kann ich wahre Schätze entdecken. Hier möchte ich nur einen kurzen Einblick bieten wie das aussehen könnte und mich auf wenige Worte beschränken:

Ist das Enkelkind wirklich ungezogen und undankbar? Oder hat es womöglich über das ganze Gesicht gestrahlt und vor lauter Aufregung einfach nur das Wort „danke“ vergessen? Bei genauerem Hinsehen hat sich die Dankbarkeit vielleicht durch Mimik und Körpersprache wesentlich deutlicher ausgedrückt als Sprache es jemals könnte. Und ich bin zu blockiert das zu sehen, weil ich auf das Zauberwort „danke“ warte und nichts anderes gelten lasse.

Im übrigen bin ich mit meinem Urteil, dass das Enkelkind ungezogen und undankbar ist exakt in dem Moment, wo mir dieser Gedanke durch den Kopf geht, ungezogen und undankbar!

Nörgelt Tante Erna wirklich über das Essen, oder spricht sie womöglich die Wahrheit? Fand ich es tatsächlich so gut wie ich mir gewünscht hätte, dass Tante Erna es lobt? Vielleicht hat Tante Erna einfach nur ihre subjektive Wahrheit gesagt. Das ist immerhin ehrlich. Wenn es ihr nicht schmeckt möchte ich nicht, dass sie es schweigend hinunterwürgt um mich zu schonen.

Und falls ich es selbst nicht ganz so gelungen fand, bin ich diejenige, die in Gedanken über das Essen nörgelt.

Interessieren die Kinder sich wirklich nicht für die Familie? Oder haben sie vielmehr den ganzen Tag bis zum dem Moment, wo sie gehen wollen, in Harmonie mit der Familie verbracht? Solange ich ihnen Desinteresse unterstelle, bin ich nicht offen zu sehen, wie glücklich sie den ganzen Tag über aussahen. Würden sie sich nicht für die Familie interessieren, so hätten sie sich womöglich so lange als möglich in ihrem Zimmer eingesperrt und den gemeinsamen Teil des Abends mit langen, genervten Gesichtern als Pflichtprogramm absolviert.

Wenn ich nicht sehe, mit wieviel Freude sie den Tag im Kreise der Familie verbracht haben und ihnen das Treffen mit ihren Freunden verwehre, dann interessiere ich mich nicht für sie und damit nicht für das Gleichgewicht in der Familie.

Sieht man die Situationen aus einer anderen Perspektive, so verlieren weitere Interpretationen zu mangelndem Respekt etc. oft schon stark an Kraft. Dennoch kann es sehr wertvoll sein, auch diese Gedanken mit The Work zu überprüfen.

Meist sind die Dinge nicht so, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Durch meine vorschnellen Urteile bin ich für andere Möglichkeiten jedoch nicht mehr offen. Dabei lohnt es sich wirklich, einen zweiten Blick zu riskieren. Denn ein klarerer Blick auf die Realität kommt zuallererst mir zugute, indem sich meine negativen Emotionen einfach in Luft auflösen!

Und Sie haben die gleiche Möglichkeit. Schreiben Sie Ihre belastenden Gedanken auf und überprüfen sie einzeln mit The Work of Byron Katie. Falls The Work für Sie neu ist, lesen Sie meine kurze Beschreibung wie es geht.

Ich wünsche Ihnen eine friedliche Zeit, insbesondere in Ihren Gedanken!

Autor:

Mein Motto ist "Mens sana in corpore sano". Mein Ziel ist, die natürliche Balance und damit die Gesundheit eines Menschen wieder herzustellen. Dazu arbeite ich auf allen drei Ebenen Körper, Geist und Seele mit energetischen Heilmethoden.