Suche
  • Heilpraktikerin
  • Terminvereinbarung 089 74 79 39 48
Suche Menü

Wie groß sind die Chancen, gute Vorsätze fürs neue Jahr zu halten?

Fassen Sie an Silvester gute Vorsätze fürs neue Jahr? Hat das nach Ihrer Erfahrung bisher funktioniert, oder haben Sie diese Vorsätze eher früher als später wieder gebrochen? Werden Sie es wieder versuchen? Denken Sie „dieses Mal werde ich es schaffen“?

Ich hatte in der Vergangenheit die Tendenz, mir an Silvester Dinge vorzunehmen, die ich zu einem anderen Zeitpunkt bereits vergeblich versucht hatte. Beispielsweise, meinen Papierkram gleich zu erledigen und ordentlich abzulegen statt jede Menge Mitteilungen, Rechnungen, Ausdrucke, Arbeitsblätter etc. unstrukturiert auf mehreren Haufen zu sammeln. Damit würde ich mir gerne viel Zeit ersparen, die ich mit längerem Suchen verbringe.

Den Gedanken, dass ich damit ab jetzt ordentlich und strukturiert umgehe, hatte ich bereits öfter. Vergeblich. Bei mir türmt sich noch immer alles mögliche an verschiedenen Orten und ich bin weiterhin oft mit Suchen beschäftigt. Und ärgere mich dabei über mich selbst.

Wie hoch ist nun die Wahrscheinlichkeit, dass ich es dieses Mal schaffe, nur weil ich den Plan an Silvester fasse? Ist Silvester ein besserer Tag für Vorsätze als andere Tage im Jahr? Haben Vorsätze an diesem Tag eine andere Kraft? Nach meiner Erfahrung ist das nicht so.

Warum ist es also so schwierig, die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen?

Weil ich bestimmte Denkmuster habe, die mich dazu veranlassen, zu tun was ich eben tue. In meinem Fall Papier weiterhin auf Stapel zu legen statt es gleich abzulegen. Meine Gedanken dahinter sind z.B.

  • „Ich habe jetzt keine Zeit, das zu bearbeiten.“
  • „Es ist im Moment viel wichtiger, meine E-Mails zu beantworten.“ (und wenn ich damit fertig bin ist etwas anderes wichtiger)
  • „Projekt XY muss unbedingt bis morgen fertig werden. Danach kümmere ich mich um meine Mitschriften aus der letzten Besprechung.“ (und morgen gibt es dann wieder etwas anderes, das nicht warten kann. Die Mitschriften bleiben liegen.)
  • „Ich habe zu viel zu tun und muss Prioritäten setzen.“ (und die Ablage hat eine sehr geringe Priorität. Also kommt immer etwas anderes zuerst.)
  • „Dazu habe ich im Moment keine Lust. Ich kümmere mich lieber um den nächsten Workshop.“ (und wenn ich damit fertig bin, habe ich vermutlich immer noch keine Lust dazu. Meine Lust sinkt direkt proportional je höher die Stapel werden.)

Nur weil ich mir an Silvester vornehme, es künftig endlich anders zu machen, setze ich solche Denkmuster nicht außer Kraft. Wenn ich mich mit ihnen nicht befasse, werden sie mich ins neue Jahr begleiten. Ob ich will oder nicht. So lange ich in dem Moment wo ich ein Blatt Papier in der Hand halte glaube, dass etwas anderes wichtiger ist oder ich dazu jetzt gerade keine Lust habe, werde ich es wieder auf einen Stapel legen.

Was können Sie also tun, wenn es Ihnen ähnlich ergeht wie mir?

Der erste Schritt ist festzustellen, was Sie daran hindert zu tun, was Sie sich vorgenommen haben. Was denken Sie in dem Moment, in dem Sie dabei sind Ihren Vorsatz zu brechen? Erstellen Sie eine Liste von Gründen. Vielleicht ist diese so ähnlich wie meine Liste oben, vielleicht ist sie ganz anders.

Dann überprüfen Sie jeden Punkt auf Ihrer Liste mit The Work of Byron Katie. In meinem Beispiel habe ich durch diese Überprüfung gerade eben entdeckt, dass es nicht wahr ist, dass ich für die Ablage keine Zeit habe. Ich verbringe viel Zeit mit Suchen, oft mehr als mich die Ablage gekostet hätte. Und oft brauche ich zur Bearbeitung eines wichtigen Projektes, das bis morgen fertig werden muss, ein Dokument aus einem meiner Stapel. Dann wird die Bearbeitung des Projektes durch meine Sucherei verzögert. Obendrein bin ich noch unzufrieden mit mir. Ich könnte es also viel leichter haben, wenn ich mir die Zeit für die Ablage trotz Termindruck nehme. Anschließend kann ich mich voll und ganz auf das Projekt konzentrieren, ohne dabei durch Suchen und meinem Ärger über mich selbst unterbrochen zu werden.

Nach dieser Erkenntnis habe ich gerade mühelos einen größeren Teil meiner Ablage erledigt. Ganz automatisch, ganz ohne guten Vorsatz und ganz ohne Silvester. Und die Chancen stehen gut, dass sich dieser Trend fortsetzt.

Autor:

Mein Motto ist "Mens sana in corpore sano". Mein Ziel ist, die natürliche Balance und damit die Gesundheit eines Menschen wieder herzustellen. Dazu arbeite ich auf allen drei Ebenen Körper, Geist und Seele mit energetischen Heilmethoden.