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Wut und Ärger werden nicht von anderen Menschen ausgelöst

Wenn unsere Emotionen in Wallung geraten, machen wir meist eine andere Person dafür verantwortlich: „Du machst mich wütend! Wenn du das nicht getan hättest, dann wäre ich jetzt nicht wütend!“. Alles spricht für diesen Zusammenhang, weswegen dieser Rückschluss für uns selbstverständlich erscheint und wir ihn nicht eine Millisekunde lang in Zweifel ziehen: unser Gegenüber hat etwas gemacht und wir sind wütend. Ursache und Wirkung.

Aber ist das wirklich so?

Mit Hilfe von The Work of Byron Katie können wir das näher beleuchten. Nehmen wir an, Sie würden gerne etwas mit Peter unternehmen aber Peter zieht es mal wieder vor, stundenlang vor dem Fernseher zu sitzen. Und Sie sind wütend. Sie haben den Gedanken

„Peter sollte nicht so viel fernsehen“

Grundsätzlich empfiehlt es sich, zu jedem Gedanken alle vier Fragen von The Work of Byron Katie zu beantworten und auch Umkehrungen samt Beispielen zu finden. Hier beschränke ich mich auf zwei Fragen:

Frage 3: Wie reagieren Sie, wenn Sie glauben, dass Peter nicht so viel fernsehen sollte?
Das könnte etwa so aussehen: Sie sind traurig, frustriert, enttäuscht. Sie denken, Peter interessiert sich nicht für Sie, er ist nicht der richtige Partner für Sie. Sie fühlen sich von Peter ungeliebt. Sie machen innerlich zu, distanzieren sich gefühlsmäßig von ihm. Halten ihn für egoistisch und gleichgültig. Geben ihm die Schuld, dass Ihre Beziehung nicht besser läuft.

Sie versuchen ihn zu ändern (Ihr Ziel: er soll künftig weniger fernsehen und mehr mit Ihnen unternehmen. Dann, denken Sie, werden Sie sich besser fühlen). Sie machen Ihr Glück und Ihre Zufriedenheit von Peter abhängig. Sie begeben sich in Wartestellung bis Peter endlich tut was Sie wollen und Sie endlich glücklich sein können (und merken dabei gar nicht, dass dieser Zeitpunkt niemals kommt und Sie damit möglicherweise Ihr ganzes Leben damit verbringen, darauf zu warten!).

Frage 4: Wer wären Sie ohne den Gedanken „Peter sollte nicht so viel fernsehen“?
Vielleicht nehmen Sie wahr, dass Peter einfach nur friedlich vor dem Fernseher sitzt und sehr zufrieden aussieht. Sie nehmen es nicht mehr persönlich. Sie werden entspannter, freier.

Vielleicht fragen Sie nun, wie damit ausgesagt wird, dass Wut und Ärger nicht durch eine andere Person ausgelöst werden.

Betrachtet man die beiden Antworten auf die Fragen drei und vier, so fällt folgendes auf: mit dem Gedanken „Peter sollte nicht so viel fernsehen“ haben Sie jede Menge negative Emotionen. Ohne den Gedanken sind Sie entspannt und frei. Es ist also nicht Peter, der Ihre negativen Emotionen auslöst, sondern es sind Ihre Gedanken über Peter. Peter selbst sieht einfach nur fern und ist zufrieden dabei.

Tatsächlich ist es so, dass Sie die einzige Person sind, die ihren eigenen Ärger und ihre eigene Wut überhaupt auslösen können. Niemand außer Ihnen hat diese Macht! Die Realität ist einfach so wie sie ist, z.B. Peter sieht fern, und Sie erzählen sich eine Geschichte darüber, z.B. dass er das nicht tun sollte. Dies ist lediglich ein Gedanke, ein von der Realität abweichender Wunsch, eine Geschichte. Und diese Geschichte macht Sie wütend – nicht Peter.

Ohne Geschichten wie diese gibt es keinen Ärger und keine Wut. Das Schöne daran ist: nachdem Gedanken in Ihrem Denken entstehen, können Sie selbst etwas tun: Sie können sie mit The Work of Byron Katie überprüfen und innerem Frieden finden. Und frei nach Byron Katie lade ich Sie ein mir nicht zu glauben, sondern es für sich selbst auszuprobieren!

Autor:

Mein Motto ist "Mens sana in corpore sano". Mein Ziel ist, die natürliche Balance und damit die Gesundheit eines Menschen wieder herzustellen. Dazu arbeite ich auf allen drei Ebenen Körper, Geist und Seele mit energetischen Heilmethoden.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Was für ein aufklärender Bericht, dankeschön. Muss man sich mal weiter mit auseinandersetzen. Generell finde ich diese Seite informativ. Ist schon im Feedreader!

    Super!

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